Mangelhafte Energiekennzeichnung bei TV-Geräten

Verbraucher achten heutzutage immer mehr auf effiziente Geräte in ihrem Haushalt. Vom Kühlschrank, Elektroherd über Fernseh- und Stereoanlage bis hin zur Beleuchtung im Haus – Verbraucher sind sich bewusst, dass energieeffiziente Geräte sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schonen. Im Vertrauen, dass die Energiekennzeichnung auf den Geräten im Geschäft stimmt, greifen Konsumenten gerne zu einer hohen Effizienzklasse wie z.B. A++ oder A+++, um ihren Stromverbrauch zu senken und Stromkosten einzusparen.

Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands

Doch eine Stichprobe von mehr als 1100 Fernsehgeräten hat ergeben, dass bei etwa jedem sechsten Gerät eine mangelhafte Energiekennzeichnung besteht. Dabei waren 11 % der Geräte gar nicht mit einer Effizienzklasse gekennzeichnet. 7 % der Fernseher hatten ein fehlerhaftes Label. Dies hat eine Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ergeben. Getestet wurden die Fernseher von 22 Händlern im Dezember 2013 und Januar 2014. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Verbraucherzentrale Bundesverbrands zu finden.

Den Stromverbrauch des eigenen Fernsehers überprüfen

Doch was können Verbraucher angesichts dieser Ergebnisse nun unternehmen? Falls die Stromrechnung unerwartet hoch ausgefallen ist, kann ein erster Blick auf die Energiekennzeichnung des Fernsehgerätes erfolgen. Welcher Klasse gehört das Gerät an? Was ist der durchschnittliche Stromverbrauch laut Herstellerangabe? Zum Vergleich kann der tatsächliche Stromverbrauch des Fernsehers ermittelt werden. Unterscheiden sich die beiden Werte enorm, sollten Verbraucher hellhörig werden. Je nach Alter des Geräts kann die Anschaffung eines neues Fernsehers in Erwägung gezogen werden.

Nutzungsverhalten und Stromanbieter-Wechsel prüfen

Aber auch das individuelle Nutzungsverhalten kann eine Ursache für zu hohe Stromkosten sein. Läuft der Fernseher beispielsweise weiter, auch wenn alle Haushaltsmitglieder den Raum verlassen haben? Wird das Gerät über Nacht oder tagsüber während der Arbeitszeit im Stand-by-Modus belassen? Beide Szenarien verursachen einen erhöhten Stromverbrauch und somit eine höhere Stromrechnung. Ein Wechsel des Stromanbieters kann je nach Anbieter und Tarif ebenfalls eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro mit sich bringen. Ein Vergleich der aktuellen Stromtarife und Stromanbieter ist beispielsweise unter www.beste-stromvergleich.de möglich. Verbraucher können sich über in ihrer Region verfügbare Stromanbieter und deren Preise informieren und erfahren, ob sich ein Wechsel lohnt.