Hartz 4 Strom: Zuschuss für Warmwasser

Hartz 4 Leistungsempfänger, die ihr warmes Wasser mit einem Durchlauferhitzer, einem Boiler oder einer Gastherme erhitzen, können zusätzliche monetäre Unterstützung beantragen.

Die Gesetzeslage zu Hartz 4 Strom

Dieser Hartz 4 Strom Zuschuss nennt sich Mehrbedarf für dezentrale Warmwasserzubereitung und wird zusätzlich zum Regelbedarf gezahlt. Der Regelbedarf ist der Grundbetrag, der den Lebensunterhalt sichern soll. Der Zuschlag für Warmwasser wurde eingeführt, weil die Kosten für eine dezentrale Warmwasserzubereitung seit 2011 nicht mehr im Regelbedarf enthalten sind (Mehrbedarfe §21 SGB). Kosten für Warmwasser aus einer Heizungsanlage im Keller, also eine sogenannte zentrale Warmwasserzubereitung, sind weiterhin in den Kosten der Unterkunft und Heizung enthalten und werden darüber gezahlt.

Wie erhalte ich einen Zuschlag für Warmwasser?

Der Mehrbedarf muss schriftlich beantragt werden. Leistungsempfänger müssen eine Bescheinigung des Vermieters hinzufügen, die bestätigt, dass eine dezentrale Warmwasserbereitung vorliegt. Wichtig ist außerdem, dass die Kosten für die dezentrale Warmwasserbereitung nicht bereits in den Kosten für Unterkunft und Heizung enthalten sind.

Wie hoch ist der monatliche Zuschuss für Hartz 4 Strom?

Wie hoch der Hartz 4 Strom Zuschlag für Warmwasser ausfällt, liegt an der individuellen Zusammensetzung des Haushalts. Je nach Alter und Personenanzahl schwankt der Zuschlag von ca. 1,80 Euro für ein Kind bis zu ca. 8,80 Euro für einen Erwachsenen. Der Zuschuss wird als pro Haushaltsmitglied gezahlt. Zur Veranschaulichung dient folgendes Beispiel: Eine vierköpfige Familie, in der beide Elternteile Leistungsbezieher sind und in der Kinder im Alter von 5 und 8 Jahren leben, erhält rund 21 Euro monatlichen Zuschuss für Warmwasser. Ob dieser Zuschuss für Hartz 4 Strom letztendlich die realen Stromkosten für die Warmwasserbereitung deckt oder nicht, ist fraglich.

Tipps zum Wassersparen

Das Statistische Bundesamt zeigt, dass ein Haushalt durchschnittlich 12 Prozent des Energieverbrauchs für warmes Wasser benötigt. Je nach Alter des Durchlauferhitzers oder Boilers, benötigen ältere Geräte oftmals mehr Strom im Vergleich zu neueren Geräten. Wenn oft warmes Wasser verbraucht wird, kann dies bei Strompreisen von ca. 28 Cent pro kWh relativ teuer werden. Daher sollten Verbraucher kontrollieren, wie oft sie warmes Wasser benutzen und ob es wirklich immer nötig ist. Zum Beispiel beim Zähne putzen und Hände waschen mit kaltem Wasser können Verbraucher einfach Strom sparen. Eine kürzere Duschzeit kann nicht nur den Stromverbrauch, sondern auch die Wasserkosten senken. Außerdem muss die Temperatur des Durchlauferhitzers nicht unbedingt auf höchster Stufe einstellt sein. Mit diesen einfachen Tipps können Verbraucher ihre Stromkosten spürbar senken.